HINTER DEN KULISSEN DES BZN

HINTER DEN KULISSEN DES BZN

Unter diesem Titel beginnen wir eine Reihe von Beiträgen, die informieren sollen, was den meisten SchülerInnen, ihren Eltern und der interessierten Öffentlichkeit oft wenig bekannt ist. Was passiert eigentlich im Hintergrund, damit der Betrieb am BZN reibungslos läuft? Was machen unsere Hausmeister, welche Aufgaben hat unsere Schulsekretärin?
Diese und andere Themen wollen wir in den nächsten Wochen etwas beleuchten. Wir haben dazu mit der Klasse R7b der Realschule ein Projekt gestartet. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten im Unterricht zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Eder Fragen, informíerten sich bei verschiedenen Leuten über ihre Tätigkeiten  und fassten ihre Ergebnisse in Reportage-Texten zusammen. Ergänzt mit einigen Bildern sollen die Beiträge zeigen, wie wichtig die Arbeit „hinter den Kulissen“ für das Funktionieren einer Schule ist.
Detlef Janotta

Eine Lehrerin begleiten

Verfasst von Ana, Max, Carlos und Hannes aus der R7b

Wir wollten einmal erfahren, was Lehrerinnen und Lehrer in der Schule eigentlich so machen. Also begleiteten wir die Klassenlehrerin der Klasse 4b, Frau Rudak, einen ganzen Vormittag lang.
Begeistert erzählt sie uns: „Es ist mein Traumberuf. Mir macht es sehr viel Spaß mit Kindern zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen. “Sie unterrichtet nicht nur Deutsch, sondern auch noch Englisch, BK und HUS in den dritten, vierten, siebten und neunten Klassen.
In der zweiten Stunde hat Frau Rudak Deutsch bei der 4b. Nach der Begrüßung regelt sie ein paar wichtige Sachen mit den Schülern. Anschließend setzen sich alle in einen Stuhlkreis und erzählen von ihrem Wochenende. Weil bald Weihnachten ist, öffnen sie noch den Adventskalender.
In der vierten Stunde hat sie wieder Deutsch bei der 4b. Sie lässt die Kinder selbständig ihre Aufgaben machen und erzählt uns, dass neben dem Unterrichten auch Erziehen zu ihrer Aufgabe gehört. Dazu zählen zum Beispiel, dass bestimmte Werte und Normen vermittelt werden. Dabei ist es für sie sehr wichtig, eine Vorbildfunktion für Schülerinnen und Schüler zu sein und ihnen all die Dinge (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Ordnung oder Eigenverantwortung), die auch von ihnen im Schulalltag erwartet werden, vorzuleben.
Englisch haben die Kinder ihrer Klasse in der fünften Stunde. Sie beginnen die Stunde mit einem Ritual, einem englischen Lied. Danach schreiben sie einen unangekündigten Test. Die Klasse konzentriert sich auf die Arbeit.
Wir möchten von ihr wissen, was sie macht, wenn es Probleme zwischen den Schülern gibt. Frau Rudak meint dazu: „Natürlich kommt es manchmal zu Streitigkeiten oder Konflikten zwischen den Schülern, meistens jedoch außerhalb des Unterrichts. Dabei ist es zunächst sehr wichtig, über das Problem zu reden. Ich lasse einzelne Schüler die Situation oder den Vorfall schildern. Danach versuchen wir gemeinsam eine Lösung für den Konflikt zu finden. Am Ende des Gesprächs lege ich einen großen Wert darauf, dass man sich entschuldigt.“
Wir fragen Frau Rudak, ob sie gerne Ausflüge mit der Klasse macht. Sie antwortet: „Ja, sehr gerne. Die Ausflüge sind für Kinder immer etwas Besonderes, denn sie sind eine Abwechslung zum Schulalltag und fördern den Zusammenhalt der Klasse.“
Muss sie sich als Lehrerin oft wiederholen, wollen wir von ihr wissen. „Es kommt immer wieder mal vor, dass Schüler im Unterricht nicht aufpassen oder sich mit anderen Dingen beschäftigen. Das ärgert einen dann schon. Schließlich möchte man ja, dass die Kinder in der Schule etwas lernen. Als Lehrer hat man deshalb immer die Herausforderung, den Unterricht so zu gestalten, dass möglichst viele Kinder aktiv sind und zum Nachdenken angeregt werden.“
Zum Abschluss möchten wir noch von Frau Rudak erfahren, ob es für sie schwer ist, Lehrerin zu sein. Sie antwortet: „Da es mein Traumberuf ist und ich viel Freude bei der Arbeit habe, fällt es mir relativ einfach Lehrerin zu sein. Auch wenn es Tage gibt, an denen man viel zu tun hat.“

Unsere Schulleitung

Verfasst von Cora, Ronja, Ha Nhu und Marina aus der Klasse R7b

Vier Schülerinnen haben die Schulleitung einen Schultag lang begleitet.
Herr Schanz, unser Konrektor, zeigte uns, wie man einen Vertretungsplan erstellt.  Wenn  ein Lehrer ausfällt, benötigt man gleich eine Vertretung für die Klasse. Er meinte: „Wenn die Lehrer sich rechtzeitig melden, ist es einfach, einen  Vertretungs-plan zu erstellen.“
Herr Schanz ist morgens um spätestens 7.15 Uhr da und  bleibt montags und dienstags bis 16.30 Uhr oder sogar bis 17 Uhr. Als wir das hörten, waren wir erstaunt, wie lange er in der Schule ist. Neben seinen Aufgaben als Konrektor hat Herr Schanz bis zu 15 Stunden Unterricht in der Woche. Er ist auch zuständig für die Erstellung des neuen Stundenplans zu Beginn eines Schuljahres. Dafür benötigt er ungefähr zwei Wochen.
Er meinte auch: „Ich finde die Abschlussfeiern immer so toll, weil der schwere Abschied der Schüler uns Lehren zeigt, dass wir gut miteinander gearbeitet haben. Auch bleibt  der gute Kontakt zu den Schülern nach der Schule oft noch bestehen“. Als Lehrer hat ihm gefallen, dass er mit jungen Leuten arbeitet und Rückmeldungen bekommt. In unserem Interview fragten wir ihn, ob sein Job als Lehrer und Konrektor anstrengend oder schwer ist. Er meinte nur: „Natürlich ist es kein leichter Job, aber es macht Spaß, da jeder Tag abwechslungsreich ist.“.
Auch Herr Scheufler organisiert viel, schließlich ist er der Rektor an unserer Schule. Bei ihm haben wir noch mehr über die Schule erfahren. Die Gemeinschaft zwischen Schüler und Lehrer ist ihm sehr wichtig, da man auch gerne in die Schule gehen sollte.
Seine Hauptaufgaben sind die Verwaltung  der Schule und die Vertretung in der Öffentlichkeit. Er ist jeden Tag sehr lange an der Schule und unterrichtet zudem noch Physik und Mathematik in einer Werkrealschulklasse.
Eigentlich wollte er kein Lehrer werden, weil sein Vater und sein Großvater schon Lehrer waren. Er hatte schon etwas anderes studiert, was er dann abgebrochen hat, weil es ihm kein Spaß gemacht hat. Wir fragten ihn, warum er Rektor werden wollte. Er meinte: „Ich war als erstes in Ingelfingen als Lehrer an der Schule. Dann wurde ich vom Rektor der Ingelfinger Schule gefragt, ob ich gerne seinen Platz übernehmen wollte, da er in Ruhestand geht. Ich war mir da noch nicht ganz schlüssig, da ich erst 3-4 Jahre auf der Schule als Lehrer tätig gewesen war. Ich habe  mich mit meiner Frau unterhalten. Wir  waren uns einig und so wurde ich dort Rektor. Irgendwann  wollte ich mal an eine andere Schule kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln. Und das hat dann in Niedernhall geklappt.“ Er ist mit unserer Schulgemeinschaft zufrieden, aber er sagte uns auch noch, dass man es nie ganz perfekt haben kann.
Neben Herrn Schanz und Herrn Scheufler gibt es auch noch unsere Konrektorin, Frau Klipstein. Leider hatte sie keine Zeit für unser Interview, da sie und Herr Scheufler noch die Schulleitung in Ernsbach übernehmen mussten.

Frau Blümer, unsere Schulsekretärin

Verfasst von Lara, Celina, Christoph und Levin aus der Klasse R7b

Frau Blümer fängt jeden Morgen um 7 Uhr an. Das Erste, was sie macht, ist den Anrufbeantworter abhören. Dann schreibt sie die Krankmeldungen auf mehrere Zettel und gibt sie an die Lehrer weiter. Anschließend beantwortet sie die E-Mails. Täglich kommen viele Anrufe, die meisten von den Eltern. Viele Fragen kann sie selbst beantworten, einiges gibt sie weiter an die Lehrer oder die Schulleitung. Wenn sie krank ist, läuft da nichts, dann muss die Schulleitung das Wichtigste erledigen.
Sie arbeitet von 7 Uhr morgens bis halb eins mittags. Montags, dienstags und donnerstags arbeitet sie auch nachmittags. Von 1978 bis 1984 ging sie selbst auf unsere Schule und arbeitet hier seit Januar 2014.
Frau Blümer kümmert sich um einen reibungslosen Ablauf des Schulalltags und erledigt auch viele Aufgaben für die Schulleitung. Ihre Arbeit ist sehr anspruchsvoll. „Als Sekretärin muss man sehr viele Aufgaben übernehmen, da darf man nichts vernachlässigen“, meint sie. So ist sie z.B. auch für die Kommunikation der Schule nach außen zuständig. Auch sehr viele Termine müssen geklärt und dafür viel vorbereitet werden. Zum Beispiel muss sie wie jedes Jahr einen Weihnachtsbrief schreiben. Dazu braucht sie viel Fantasie, da es ja langweilig wäre, wenn es jedes Jahr den gleichen Brief gäbe. Dann muss der fertige Brief noch an sehr viele Leute gesendet werden. Frau Blümer sagt: ,,Es darf niemand vergessen werden.“
Auf ihrem PC gibt es auch die Schulkartei. Dort sind alle Daten zu jedem Schüler gespeichert. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin zu ihr kommt und z.B. fragt, in welcher Religionsgruppe er oder sie ist, dann kann sie dort sofort nachschauen. In dieser Schulkartei sind auch die Telefonnummern der Eltern vorhanden. „Das ist hilfreich, wenn z.B. ein Kind morgens nicht zur Schule kommt und sich auch nicht abgemeldet hat.  Dann kann man dort einfach anrufen“,  meint Frau Blümer.

Herr Müller und die Mensa des BZN

Verfasst von Alica, Jan, Titas  und Ha Lan aus der Klasse R7b

Wir haben das Mensateam interviewt. In der Stadthalle-Gaststätte wurden wir von Herrn Müller, dem Chefkoch, begrüßt. Er hat uns auf einen heißen Kakao eingeladen und wir durften am Tisch Platz nehmen. Seit 7 Jahren wird das Essen für die Mensa dort gekocht.
„Der Tagesablauf des Mensateams beginnt früh am Morgen um 6:15 Uhr“, erzählte uns Herr Müller. Er muss 60 km nach Crailsheim fahren, bis er den Großmarkt erreicht. Dort besorgt er die Lebensmittel. Gibt es an einem Tag Fleisch, benötigt er ca. 25 kg davon. Nach dem Einkaufen beginnen die Vorbereitungen des Kochens mit den frischen Lebensmitteln.
Herr Müller hat vier Angestellte, die ihn bei der Vorbereitung der Mahlzeiten unterstützen. Das Kochen dauert ungefähr drei bis vier Stunden.
Gegen 11 Uhr bringt Herr Müller das Essen mit dem Auto in die Mensa. Dort wird alles vorbereitet, zum Beispiel das Buffet. Täglich besuchen 180 Schüler die Mensa, u.a. auch die Lehrer und der Kindergarten. Gegen 14 Uhr wird das Buffet und das Essen wieder abgeräumt und abgeholt. Das Essen, das nicht gegessen wird, nehmen die Angestellten mit oder es wird weggeworfen, da es nicht wiederverwendet werden kann.
Das Essen wird über die Homepage bestellt. Jeder Schüler besitzt eine Mensakarte. Über den Computer wird kontrolliert, ob man bestellt hat und was man bestellt hat, denn es gibt jeden Tag ein vegetarisches Gericht und ein normales Fleischgericht zur Auswahl. Man kann bis 23 Uhr am Vortag bestellen, dann weiß Herr Müller genau, wie viel er kochen muss. Haben Schüler Wunschgerichte, können sie ihm die Gerichte vorschlagen. Er nimmt gerne die Wünsche der Schüler auf.
Es war sehr schön, dass sich das Mensateam Zeit für uns genommen  hat.

Die Früh- und Mittagsbetreuung

Verfasst von Celine, Melanie, Kiara aus der Klasse R7b

Wir haben bei Frau Gajdics von der Früh- und Mittagsbetreuung in der Grundschule beobachtet, wie diese abläuft.
Frau Gajdics ist mitten im Stress, denn es sind schon viele Kinder da, trotzdem bitten wir sie um ein kleines Interview. Sie meint: „Es kann manchmal schon anstrengend mit so vielen Kindern, aber ihr es macht auch Spaß.“ Für die Betreuung stehen fünf Räume zur Verfügung, in denen sie spielen, basteln und Hausaufgaben machen können. Viele der Bastelsachen sind von den Eltern gespendet.
Es werden nicht nur Morgen-  und Mittagsbetreuung angeboten, sondern auch Ferienbetreuung,  das heißt, die Kinder können auch in den Ferien kommen. Für die Morgenbetreuung muss man allerdings einen kleinen Beitrag zahlen.
Frau Gajdics ist seit 8 Jahren dabei. Die Betreuung gibt es schon seit 10 Jahren. Es gibt insgesamt 4 Betreuerinnen, die dann kommen, wenn sie  benötigt werden. Durchschnittlich kommen 60-80 Kinder pro Tag.
Wenn die Kinder mittags zur Mensa gehen, läuft es so ab: Wenn sie vor der Mensa sind, müssen sie als erstes die Regeln aufsagen. Anschließend geht die erste Klasse rein, dann die zweite Klasse. Alle stellen sie sich in einer Reihe auf. Dann bekommen sie ihr Essen. Sie setzen sich hin und essen. Zu trinken bekommen sie auch etwas. Falls sie Hilfe beim Schneiden brauchen, wird dafür auch gesorgt.
Wir finden die Betreuung sehr nützlich für Eltern, die nicht so viel Zeit haben, auf ihre Kinder aufzupassen, z B. weil sie arbeiten müssen.

Weitere Informationen zum Betreuungsangebot finden Sie hier.

Unsere Hausmeister

Verfasst von Amelie, Jeannine, Emily und Maria aus der Klasse R7b

Am 4.12.17 haben wir die Hausmeister Herr Conrad und Herr Link bei ihrer Arbeit begleitet. Dabei bemerkten wir, dass diese viel zu tun haben.
In dieser Nacht war viel Schnee gefallen und daher mussten die Hausmeister um 5:30 Uhr in der Schule sein und Schnee schippen. Beim normalen Wetter kommen sie um 6:45 Uhr in die Schule und schauen, ob in den Gebäuden alles in Ordnung ist. Sie müssen die Grundschule, Kindergarten, Sporthalle, Stadthalle, Schule und Rathaus aufschließen. Danach schauen sie, ob die Heizung noch läuft. Unsere Schule wird von einem Heizkessel gewärmt. Der Heizkessel wird mit Erdgas angetrieben. Er wurde erst vor kurzem erneuert.
Jeden Montag müssen die Hausmeister zum Bürgermeister und klären, was alles in der Woche zu tun ist.
Die Sporthalle wird von fünf technischen Anlagen mit warmem Wasser, Wärme und Strom versorgt. Damit sie sauber bleibt, muss sie in der Woche fünfmal trocken und einmal nass durchgewischt werden. Sie wird von einer Firma aus Heilbronn geputzt. Von dieser Firma kommt auch eine Putzfrau, um die Umkleiden, die Tribüne und die Duschen zu säubern.
An unserer Schule gibt es immer wieder Reparaturen. Gerade mussten Herr Conrad und Herr Link in der Sporthalle alle Lichter auswechseln. Sie müssen außerdem für die Putzfrauen Reinigungsmaterial bestellen und kaputte Geräte erneuern.
Wir haben die Hausmeister gefragt, warum sie Hausmeister geworden sind. Herr Conrad antwortete: „Weil es mir Spaß macht, mit Kindern und Erwachsenen zu arbeiten. Es ist eine abwechslungsreiche, vielseitige Arbeit und macht einfach unheimlich viel Spaß.“
Unsere Hausmeister verstehen sich wirklich gut. Mit Herrn Müller von der Mensa sind sie sogar sehr gut befreundet.
Wir Schüler  finden es toll, dass die Hausmeister alles reparieren und diesen Job gut machen, obwohl es sehr anstrengend ist. Wir danken den Hausmeistern, dass sie das alles für uns tun und hoffen, dass sie es noch lange weitermachen.